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LUFTFAHRTMESSE FARNBOROUGH


Analysen und Kommentare

Gestern hat im britischen Farnborough die 47. Internationale Luftfahrtmesse begonnen. Eine der größten Flugmessen der Welt findet alle zwei Jahre statt. Dieses Jahr sind lediglich 1350 Aussteller vertreten, vor zwei Jahren waren es noch 1500. Dennoch stieg die Zahl der teilnehmenden Länder: 52 gegenüber 39. An der Messe nehmen 59 russische Unternehmen teil, 27 davon präsentieren Militärtechnik.

Was hat die Luftfahrtmesse in Farnborough anzubieten? Es handelt sich vor allem um den neuen Dreamliner des US-Konzerns Boeing, der zum ersten Mal einem internationalen Publikum vorgestellt wird. Der Boeing 787 landete erstmals in Europa.

Der neue Dreamliner, der im Dezember 2009 seinen Jungfernflug absolvierte, wird zu Recht als revolutionäres Flugzeug bezeichnet, weil er weitestgehend aus Verbundwerkstoffen zusammengebaut wurde. Zudem verschlingt er 20 Prozent weniger Kerosin als Flugzeuge derselben Klasse. Bei Boeing sind bereits 800 Aufträge für den neuen Flieger eingegangen, und es werden wohl noch mehr werden.

Der Dreamliner läutet eine neue Ära im Flugzeugbau ein: Neues Know-how soll die Flugzeuge wirtschaftlicher machen. Die notwendigen Flugeigenschaften waren bereits vor vielen Jahren erreicht worden. In den kommenden Jahren werden sie sich kaum verändern. Ende des vergangenen Jahrhunderts, als das Öl billig gewesen war, behaupteten viele, dass Überschall-Passagierflugzeuge bald der neueste Trend sein werden. Die ersten „Schwalben" waren die Tu-144 und die Concorde. Nach dem Anstieg der Ölpreise verschwanden die Pläne wieder in der Schublade. Die Treibstoffpreise sind immer noch zu hoch, um diese Projekte zu verwirklichen. Zugleich ist klar, dass der Fortschritt bei den technischen Eigenschaften der Passagierflugzeuge nur mit der Entwicklung der Überschallflugzeuge erreicht werden kann. Deswegen werden diese Projekte weiter entwickelt. Ingenieure hoffen darauf, dass ein Überschall-Passagierflugzeug in 15 oder 20 Jahren entsteht, das den neuen Wirtschaftlichkeitsrichtlinien entspricht.

Bei der Luftfahrtmesse werden auch andere Neuheiten gezeigt. Zum Beispiel das ukrainische Passagierflugzeug An-158, das in diesem Jahr seinen Erstflug absolviert hatte. Die Familie der An-148 und An-158 (eine Version der An-148 mit einem verlängerten Rumpf), die dank der Kooperation der russischen und ukrainischen Unternehmen geschaffen wurde, ist ein direkter Konkurrent für das russische Flugzeugprojekt Sukhoi SuperJet. Die Auslieferung des SuperJets lässt allerdings immer noch auf sich warten. Die An-148 ist bereits im Einsatz.

Der SuperJet wird ebenfalls in Farnborough vorgestellt, wo ein großer Auftrag von einer südostasiatischen Fluggesellschaft perfekt gemacht werden soll.

Kampfflugzeuge sind Russlands Trumpf: Die russische Flugzeugindustrie rechnet mit einem Verkaufserfolg bei der MiG-35 und Su-35, der neuesten Erzeugnisse auf der Basis der bewährten Jäger MiG-29 und Su-27. Der Flugzeugbauer Sukhoi setzt große Hoffnungen auf den Mehrzweckjäger Su-35, der mit Elementen der 5. Generation ausgestattet ist. Der Kampfjet soll eine neue Ära in der russischen Flugzeugindustrie einläuten.

Bei der Messe werden die westlichen Kampfflugzeuge (darunter die Jäger F-15SE, F-16, F/A-18E/F, Rafale, Eurofighter Typhoon u.a.) den russischen Kampfflugzeugen Konkurrenz machen. Wie die russischen Jäger wurden sie auf der Grundlage der Entwicklungen aus den 1970er Jahren gebaut und mit neuen Geräten und Waffen ausgestattet.

Neben Kampfflugzeugen und -hubschraubern werden bei der Messe unbemannte Luftfahrzeuge vorgestellt. Erstmals werden in Farnborough unbemannte Flugkörper vorgeführt.

Laut den Veranstaltern der Luftfahrtmesse haben die beteiligten Unternehmen darauf bestanden, dass die Drohnen vorgeführt werden. Die Drohnenflüge werden 30 Minuten dauern und den Auftakt zum Hauptprogramm bilden. Bei kommenden Messen kann die Flugvorführung der unbemannten Luftfahrzeuge auf eine Stunde verlängert werden.

Dass unbemannte Flugkörper an Bedeutung gewinnen, wird bei der Messe deutlich. In den Armeen vieler Länder werden sie eingesetzt und erfüllen unterschiedliche Aufgaben in Irak und Afghanistan. In Farnborough zeigen die USA, Israel u.a. ihre Erzeugnisse auf diesem Gebiet.

Die in Farnborough vorgestellten Kampfflugzeuge und Drohnen lassen einige Trends in der Militärluftfahrt erkennen. Erstens werden altbewährte Modelle modernisiert. Angesichts der extrem hohen Preise für Kampfflugzeuge der fünften Generation können die modernisierten Jäger der Generationen 4+ und 4++ für kleineres Geld die meisten Aufgaben bewältigen.

Ein zweiter Trend ist die allmähliche Erweiterung der Funktionalität der unbemannten Flugkörper, die in der Luftaufklärung eingesetzt werden. Die Ära der bemannten Aufklärungsflugzeuge neigt sich offenbar dem Ende zu. Drohnen sollen Aufklärungs- und Angriffsfunktionen in sich vereinen, was deren wachsende Bedeutung beweist. Dies betrifft vor allem lokale Konflikte, bei denen der Einsatz von schweren Kampfflugzeugen mit ein oder zwei 500 Kilogramm schweren Bomben sinnlos ist.

Dieser Prozess ist in Afghanistan zu erkennen, wo unbemannte Flugkörper viele Aufgaben nicht nur als Aufklärer, sondern auch als Angriffsflugzeuge erfüllen.

/RIA Novosti /



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