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GRENZSTREIT SERBIEN - KOSOVO !


29.07.2011. / Der Standard
Adelheid Wölfl

Der unfertige Staat

Es gibt nicht nur politische Interessen in Belgrad, sondern auch ökonomische Interessen seitens der lokalen Mafia

Als der Kosovo 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärte, war nicht nur der UN-Sicherheitsrat in der Frage der Anerkennung gespalten. Alle, die die Situation kannten, wussten, dass da ein de facto geteilter Staat entstand. Es war klar, dass die Serben, die im Norden des Landes leben, die kosovarischen Strukturen nicht anerkennen würden. Und es war klar, dass Belgrad dies als politischen Trumpf in der Hand halten würde. Deshalb war es fahrlässig, dass man den neuen Staat mit seinen schwachen Institutionen in dieses Dilemma entließ, ohne eine realistische Problemlösung vorzubereiten.

Die USA und maßgebliche EU-Staaten haben zwar immer gegen die Teilung des Kosovo plädiert. Passiert ist aber nichts. Die EU-Mission ist zwar vor Ort, doch die Grenze wird de facto nicht kontrolliert. Nach drei Jahren Unabhängigkeit haben sich im Norden kriminelle lokale Strukturen gebildet, die in dem rechtlosen Raum florieren. Es gibt also nicht nur politische Interessen in Belgrad, sondern auch ökonomische seitens der lokalen Mafia.

Es war naiv zu glauben, dass man die ungeklärte Frage des Nordkosovo in einem "technischen" Dialog zwischen Belgrad und Prishtina lösen kann. Denn es handelt sich nicht nur um einen bilateralen, sondern auch um einen geopolitischen Konflikt: Russland und damit auch China unterstützen Serbien, die USA und der Großteil der EU- Europäer den Kosovo. Es braucht eine politische Lösung.

(DER STANDARD, Printausgabe, 28.7.2011)




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