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Zwei israelische "Geisterflugzeuge" sorgen für Wirbel in Ungarn

Für einige Irritation sorgten zwei "Geisterflugzeuge" aus Israel, die am Mittwoch, so hieß es in den Medien anfänglich, "ohne die international vorgeschriebenen und üblichen Anmeldungen in den ungarischen Luftraum eingedrungen" sein sollen.


Rechte Medien sehen einen Zusammenhang mit einem am Mittwoch in Budapest verübten Mord an einem syrischen Geschäftsmann. Offiziell wird der Fall heruntergespielt, aber nicht aufgeklärt.

Die Flugzeuge vom Typ Gulfstream (kleinere Jets wie sie gern als Privat- und Businessflieger eingesetzt werden) werden der Israel Air and Space Force (IASF) zugeordnet und sollen zweimal die Landebahn des internationalen Flughafens Budapest Ferihegy angeflogen haben, ihren Flug aber ohne aufzusetzen fortgesetzt haben.

Die Tageszeitung "Magyar Nemzet" machte den Vorfall öffentlich, am Donnerstag teilte Regierungssprecher Domokos Szollár mit, dass Regierungschef Gorodn Bajnai umgehende Berichte von den Ministern für Verteidigung, Verkehr und Äußeres angefordert habe. Danach seien die Flüge von der Verkehrsaufsicht genehmigt worden, das Außenministerium wusste angeblich auch Bescheid. Details über Ziel, Dauer und Sinn des Fluges wurden aber nicht bekannt. Das Verteidigungsministerium sprach von einer "diplomatischen Mission".

Gegenüber der Nachrichtenagentur MTI erklärte der israelische Botschafter Aliza Bin-Noun, dass es sich bei den Fliegern nicht um Spionageflugzeuge gehandelt habe. Die Flugzeuge hätten Routinehandlungen durchgeführt, von einer Art, wie sie schon bei vorherigen Anlässen durchgeführt wurden. Diese kryptischen Erklärung lassen es als nicht so unwahrscheinlich erscheinen, dass es sich doch um Spionageflugzeuge bzw. Flugzeuge in militärischem Auftrag gehandelt haben wird, noch dazu, da Fotos sie als gefälschte Zivilflugzeuge erscheinen lassen.

Der Botschafter erklärte, er habe schlichtweg keine Details über die Bestimmung der Flugzeuge, sagte aber, dass die Nationale ungarische Verkehrsaufsicht die Flüge genehmigt hat, das Außenministerium sei in die Vorgänge ebenfalls eingeweiht gewesen. Einen gleichen Vorgang hätte es in Varna, Bulgarien, gegeben. Der Diplomat hält es weiterhin für nicht zufällig, dass diese Nachricht ausgerechnet in einer Zeitung der ungarischen Rechten (die Magyar Nemzet gilt als Haus- und Hofblatt des Fidesz), erschienen ist. "Die Feinde Israels könnten dahinter stecken."

Eines der kursierenden Gerüchte hängt mit der zeitlichen Überschneidung mit dem Mord an einem syrischen Bürger in Budapest am Mittwoch zusammen. Dieser wurde in seinem Mercedes an einer roten Ampel regelrecht hingerichtet, ein einzelner Täter wurde dann beim entwenden einer Aktentasche gesehen. Der Geschäftsmann war nicht nur in diverse Geschäfte verwickelt, sondern auch einmal Zeuge in einem Korruptionsprozess mit Verbindungen in die ungarische Politik. Weil der Mann Syrer war, die Flieger aus Israel stammen, reimt man sich zusammen, dass die dem Killer am Boden per Spionage Infos über den Aufenthalt des Opfers gegeben haben könnten...

Die Intransparenz dieses Vorfalls spielt, kurz vor den Wahlen, den Rechten und Rechtsextremen des Landes in die Hände, die regelmäßig mit dem Argument agieren, Israel (bzw. die Juden) kaufen Ungarn auf und könnten sich herausnehmen, was sie wollten. Selbst wenn die Lancierung der Sache gewollt war, geben die Art und Weise der Abwicklung und die mangelnde Aufklärung ein sehr unglückliches Bild ab, sehen sich doch Verschwörungstheoretiker und Hetzer der stark im Aufwind befindlichen Rechtsextremisten bestätigt.



 


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