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SERBIEN-KOSOVO: ENDLICH KLARHEIT SCHAFFEN


23.03.2011. / RIA Novosti 
Dmitri Babitsch

Geschichte des Kosovo-Konflikts

Der am 8. März in Brüssel begonnene Dialog zwischen Serbien und dem Kosovo könnte den langjährigen Lügen und Manipulationen um den serbisch-albanischen Konflikt ein Ende bereiten.

Für die meisten Manipulationen waren Personen in Washington und in Brüssel verantwortlich, die glaubten, sich besser als die Serben und Albaner in den Problemen auf dem Balkan auszukennen.

In den anderen europäischen Hauptstädten hatte man sich allerdings auch nicht gerade vorbildlich verhalten. Früher oder später musste der Dialog beginnen - weil die Serben und Albaner weiterhin koexistieren müssen, egal was sie voneinander halten.

Es handelt sich um die erste Gesprächsrunde. Die Europäische Union, die den Dialog initiierte, hatte im Voraus angekündigt, dass der Status des Kosovo dabei kein Thema sein würde. Auf der Tagesordnung stehen vorerst „technische“ Fragen - die Suche nach Vermissten und ihren Familien, die Errichtung von Kommunikationsnetzen, die Stromversorgung usw. Äußerst wichtig ist aber, dass sich beide Seiten endlich mit dem Leben der Bevölkerung befassen.

Im Zuge der Abspaltung des Kosovo von Serbien, die am 17. Februar 2008 einseitig verkündet wurde, hatten fast alle Beteiligten gelogen. Lügen mussten die Kämpfer der kosovarischen Befreiungsarmee UCK, die behaupteten, sie hatten nur zu Waffen gegriffen, um sich zu verteidigen.

Auch Slobodan Milosevic hatte gelogen, als er seit seiner denkwürdigen Rede im Jahr 1989 im kosovarischen Gazimestan immer wieder versprach, er würde die Region in einen „multikulturellen Raum“ verwandeln. Das Gleiche tat die Nato, die 1999 ihre Friedensabsichten beteuerte.

Alle Beobachter, die die „Friedensverhandlungen“ in Rambouillet vor dem Krieg 1999 verfolgten, sagen: In Wirklichkeit wollte der Westen den Krieg und wartete bis zum geeignetsten Zeitpunkt: als die neu ausgerüsteten Truppen nach langer logistischer Vorbereitung vor den Grenzen des Kosovo aufmarschierten.

Das zwar entlastet weder Milosevic noch die serbischen Kämpfer, die sich von der kosovarischen Befreiungsarmee provozieren ließen und mit ihren Repressalien gegen die albanische Bevölkerung den Anlass für die „Bestrafungsoperation“ der Nato gegeben haben.

Aber Washington, Brüssel, London, Paris und Berlin sorgten mit ihren damaligen Aktionen für einen gefährlichen Präzedenzfall, als die Nato statt ihrer üblichen Rolle als schwerfälliger Friedensstifter auf einmal die Rolle des Kriegstreibers spielte. Darauf verwies damals der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn, dessen Protest gegen den Krieg in Jugoslawien in den westlichen Medien aber verschwiegen wurde.

Solschenizyn war auch derjenige, der den damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin für dessen Position zum „Balkan-Problem“ scharf kritisierte. In den 1990er Jahren wiederholte sich die ganze Geschichte der russisch-serbischen Beziehungen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1914 hatte sich Russland in den Ersten Weltkrieg eingemischt - angeblich, um die Serben zu verteidigen.

Dann aber wurden die Bolschewiken von ihren serbischen „Brüdern“ enttäuscht, die keinen großen Enthusiasmus im Kampf um die Weltrevolution an den Tag gelegt hatten. Zwischen den beiden Weltkriegen machten sich die Serben keine großen Sorgen um die fehlenden diplomatischen Beziehungen mit seinem „Großen Bruder“ im Osten und wollten ihre „orthodoxen Brüder“ aus Russland nicht in ihr Gebiet lassen.

Die Situation änderte sich 1941, als Jugoslawien und die Sowjetunion von Hitler-Deutschland überfallen wurden. Die Freundschaft hielt bis 1948, als Josef Stalin sich mit seinem „besten Schüler in Osteuropa“, Marschall Josip Broz Tito, zerstritten hatte.

Plötzlich stellte sich wieder heraus, dass die Serben stark genug waren, Moskau nicht zu gehorchen, wenn es um den Balkan ging. Moskau war seinerseits nicht bereit, wegen der Serben seine eigenen Pläne und Prioritäten zu ändern. Trotz der Versöhnung im Jahr 1955 unter Chruschtschow tickte diese „Zeitbombe“ unter der „slawischen Einheit“ weiter und brachte viele anspruchsvolle Pläne Moskaus und Belgrads zum Scheitern.

In den späten 1990er Jahren wiederholte sich die Geschichte unter Jelzin. Vor der Nato-Invasion 1999 hatte Moskau Belgrad seine Unterstützung versprochen, aber diese beschränkte sich auf die Entsendung eines kleinen Forschungsschiffes in die Adria. Später bestand Russland trotz zahlreicher Proteste im Westen auf der Präsenz eigener Friedenssoldaten im Kosovo, zog sie aber ab, weil dies zu kostspielig war.

Nach dem Amtsantritt Wladimir Putins wurde Russlands Politik gegenüber Serbien endlich so, wie sie sein sollte: freundschaftlich und zugleich pragmatisch. Russland glaubt nach wie vor an die „slawische Einheit“, will sie aber mit konkreten Wirtschaftsprojekten untermauern (erwähnenswert sind der Bau der South-Stream-Leitung und die Beteiligung russischer Unternehmen an der serbischen Ölverarbeitungsindustrie).

Außerdem erkennt Russland neben sieben EU-Mitgliedsländern die Souveränität des Kosovo nicht an, hat aber nicht vor, deswegen einen Dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen, den der wahnsinnige US-General Wesley Clark wegen der Präsenz einer russischen Truppeneinheit in Pristina beinahe ausgelöst hätte, der fanatisch an die im Westen entstandene Idee der oktroyierten Demokratisierung glaubte.

Am 23. März reist der russische Premier Wladimir Putin nach Serbien. Die Kosovo-Frage wird wohl nicht auf der Tagesordung in Belgrad stehen. Moskau hat schon lange die Idee aufgegeben, der serbischen Führung seine Meinung bzw. Hilfe aufzuzwingen. Moskau legt Belgrad keine Steine in den Weg, wenn die Serben ihr Interesse für die EU-Mitgliedschaft äußern, und verzichtet auf Empfehlungen zum Aufbau ihrer Wirtschaft.

Das Beispiel Griechenland und Irland zeigt deutlich, dass die EU-Mitgliedschaft keine 100-prozentige Absicherung gegen die Staatspleite ist, während die Wirtschaftskooperation mit Russland für Belgrad unter allen Umständen vorteilhaft sein kann.

Belgrads Dialog mit Pristina ist ein positives Signal im Vorfeld der Serbien-Reise Putins. Wenn es um den Mammon geht, ist es manchmal ganz gut, einen ganz normalen Dialog zu führen statt zu schweigen und sich dann zu bekriegen. Ein Kompromiss zum Kosovo-Problem würde Serbien große Investitionen versprechen und wäre zugleich sehr positiv für das South-Stream-Projekt.



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