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VOLKSDEUTSCHEN IN JUGOSLAVIEN


Titel / : Naslov:

VOLKSDEUTSCHEN IN JUGOSLAVIEN
NACHBARN - HENKER - OPFER

FOLKSDOJČERI U Jugoslaviji
Susedi - Dželati – Žrtve
  



Author / Autor: Slobodan Maričić

Herausgeber /Izdavač : Connect & Media Marketing International, Belgrad
Ausgabe- Direktor/direktor izdanja : Radivoj Vasić
Rezensent/Recenzent: Thomas Dewald
Konsultanten / Konsultanti : Prof. Heinz Neubacher,  Frankfurt/Main und/  i Elisabetha Koschar – Ristić/ Elizabeta Košar – Ristić/Hauptman Volksbefreiungsheeres - JVA / Kapetan JNA / Neu Satz / Novi Sad
Titelseite/naslovna strana: Nazi- Propaganda Plakate/Plakat Naci-propagande
Auswal von Titelseite / Izbor naslovne strane :  Author / Autor
Umschlag / Korice : Aleksandar  Rakezić – “Zograf”, Pančevo
Lektor u. Korrektor / Lektura i korektura: Mirjana Mijatović
Mitarbeiter / Saradnik : Aleksandra Maričić
Graph.Vorbereitung und Abdruck / Grafička obrada i štampa:
“ AŠ Delo“,  Semlin/Zemun
Seiten / Strana:  241
Foto / Fotografija: 25
Erste Auflage/ Prvo izdanje :  Jun   1995
Katalogisierung / Katalogizacija: CIP : NBS Beograd 323.15(=30) (497.1)
ID = 38867980     
Copyright :  only by Autor

 

 

Author Rueckenseite : Aleksandar  Rakezić – “Zograf”, Pančevo

Thomas Dewald, Rezensent

....................Dieses Buch ist auf der Grundlage einer vom Autor unter objektiven und sachlichen Gesichtspunkten zusammengestellten Sammlung von Daten und Fakten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges entstanden. Damit wird der damaligen Generation, insbesondere aber jüngeren Generationen, denen oftmals falsche Tatsachen vorgespiegelt wurden, Gelegenheit geboten, sich nach über fünfzig Jahren ein wahrheitsgetreues Bild von den schicksalhaften, tragischen und chaotischen Ereignissen jener Zeit machen......

( + Thomas Dewald entstammte einer bekannten und wohlhabenden Familie aus Zemun (Zemlin). Vor dem Krieg war er Mitglied der Kommunistischen Partei Jugoslawiens (KPJ). In der Zeit von 1940 bis 1945 im Auftrag KPJ trat er zunächst der SS-Division Prinz Eugen bei und wurde sodann als Unteroffizier in Hitlers SS-Leibgarde nach Deutschland geschickt. Der Doppelagent wurde von Gestapo entlarvt und zum Tode verurteilt, alsdann begnadigt und nach Auschwitz deportiert. Anfang 1944 wurde er als Sträfling der „SS-Sturmbrigade Dirlewanger“ zugeteilt, mit der er an die Ostfront kam. Mitte 1944 lief er in Weißrussland zur Roten Armee über. Nach dem Krieg, in der Jugoslawien, war Dewald ein hoher Staatsfunktionär und Oberstleutnant JVA mit mehrere Kriegs-orden und Auszeichnungen . )


Was ist das Motiv des Autors, dieses Buch zu schreiben, und wer steht hinter dem Projekt, ist es meist eine Frage in mehreren Jahren von Forschung und Interviews die ich bei der Vorbereitung dieses Buches führte. Da ich vor den Lesern eine unbestimmte Verpflichtung fühle wiederhole ich, dass das Motiv der Wunsch zu lernen und über das Thema "Volksdeutscher" wahr und treu dieses komplexe Thema an alle die sich interessieren zu übermitteln. Hinter dem Projekt stecken eine Menge Arbeit und das Leben von sechzig Jahren in einer Zeit, die sich mit mehr als einem halben Jahrhundert von Wanderschaft durch Halbwahrheiten oder Falschheit dieser und vielen anderen wichtigen historischen und ökologischen Probleme im ehemaligen Jugoslawien deckt.
Ich möchte betonen, dass meine Fragen, Antworten und Diskussionen oft den Geschmack von vielen meiner Gesprächspartner, buntgemischt nach Alter, Erfahrung und Kenntnis dieser Themen und den Umständen, über die in dem Kapitel von ihrer persönlichen Vergangenheit oder der ihrer Eltern gesprochen wird. Leser dieses Buches werden sehen, wie die Vergangenheit anders und tragisch in relativ kurzer Zeit war.  
Ich kenne das Gefühl nicht, wenn renommierte professionelle Historiker in Besitz von unerforschten und für die Öffentlichkeit unbekannten wichtige Dokumente und historische Tatsachen kommen. Aber mir, als Journalist, sind Versuchungen gut bekannt wie man vor solchen Tatsachen kommentarlos bleibt. Was ist hier zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert, ist beeindrückend genug, dass mein Kommentar oft überflüssig war. Wenn überhaupt eine sofortige Beurteilung dieses Buches gegeben werden kann, wlhes viele prominente und erfahrene Einzelpersonen eine Studie nennen, meine Zufriedenheit ist die unbestreitbare Tatsache, dass dies der erste sachlich - historische Übersicht der deutschen nationalen Minderheit – Volksdeutscher, aus bisher unbekannten Winkel und die Öffnung von  immer noch Tabuthemen - ihres Schicksales in Jugoslawien vor allem nach dem II. Zweiten Weltkrieg.
Diese Aufgabe hätten Historiker lengst erledigen müssen.
Ein angesehener Akademiker, von einigen mit denen ich das Vergnügen hatte diese Frage zu diskutieren, sagte mir, dass er viele Male wegen Veröffentlichung von unbekannten oder versteckten historischen Tatsachen mit der Begründungkritisiert wurde, dass die historischen Wahrheiten und Mythen des nationalen Befreiungskampfes in Jugoslawien zerstöre. Übrigens, in der Öffentlichkeit hatte er besonders unnötige jugoslawische und andere Opfer hervorgehoben .
Mein Dank an alle, die mich darauf hinweisten, dass das Thema dieses Buches empfindlich, umständlich und sogar gefährlich sei.
Vielen Dank für diejenigen, die mir sagten, dass dies vor langer Zeit zu schreiben vällig gewesen war, und die mir rieten, meine Feuilletone, welche ich vor zwei Jahren in Zeitungen veröffentlichte, zusammen in einem Buch zu fassen.
Heute, als das Buch fertig ist, sehe ich, dass beide Seite Recht hatten.
Am Ende der Gesprächen zu diesem Thema oft wurde ich gefragt: Wer ist schuld? Wer hat Recht? Zu dieser simplen Frage, haben weder ich noch das Buch eine Antwort. Das Buch ist nur eine Summe von bei uns und in der sonstigen Welt bis heute wenig bekannten und völlig unbekannten Zeugnissen über unsere jüngste Vergangenheit, und eine Ermutigung dieses Thema wissenschaftlich zu erforschen und damit offiziell diese tragische Zeit zu schliessen, um den Stossstein zwischen den beiden Völkern zu entfernen.

Slobodan Maricic

Buchinhalt:
                                         

I.

1. Ansiedlung der deutschen  in suedslawischen Gebieten
2. Siedlungsgebiete und Groesse der deuteschen nationalen Minderheit
3. Gesellschafts- und Kulturorganisationen, Bildungswesen
4. Sozialer Status und Anteil der Volksdeutschen am Wirtschaftsleben
5. Politische Organisationen und Aktivitaeten von Angehoerigen der deutschen Minderheit
6. Zerfallserscheinungen, erste Konflikte und der Aprilkrieg

II.

1. Die jugoslawischen Volksdeutschen im Krieg 1941 -1945, in der kaempfedenTruppe und Besetzungseinheiten
2. Besondere Aktivitatetn von Volksdeutschen und Reichdeutschen waehrend des Krieges und der Besetzung in Jugoslawien
3. Reichdeutsche und Volksdeutsche in der katholischen Kirche und im Unabhaengigen Staat Kroatien (NDH)
4. Volksdeutsche und Reichdeutsche in der Wiederstandsbewegung und im Volksbefreiungskrieg

III.

1. Beginn der Aussiedlung 1941
2. Die Kapitualtion und die ersten sechs Tage danach
3. Vertreibung, Verfolgengungen, Lager
4. Haim ins Reich                                 

IV.

1. Aktivitaeten der deutschen Minderheit im offentlichen, politischen und Wirtschaftsleben nach dem Krieg
2. Die deutsche Minderheit in Jugoslawien heute

V.

1. Quellen und Erlaerung
2. Anhang

Buchresümee

In größerer Zahl kamen Deutsche in der ersten Häflte des 18. Jahrhunderts in die südslawischen Gebiete Vojvodina und Slavonien. Sie ließen sich überwiegend auf dem Lande nieder, und diejenigen, die in die Städte gingen, betätigten sich meist als Handwerker.
Im Königreich Jugoslawien, in der Zwischenkriegszeit, genossen die Angehörigen der deutschen Minderheit auf Grund des Europäischen Abkommens zum Schutz der nationalen Minderheiten von 1919 bürgerliche und politische Rechte, wozu auch das Wahlrecht gehörte. Bis zum Vorabend des Zweiten Weltkriegs hatten die Volksdeutschen ein korrektes Verhältnis zu Behörden und einheimischer Bevölkerung im Königreich Jugoslawien, außer in der Drau-Banschaft.
Mit der Machtübernahme in Deutschland nahm auch der Kulturbund, die Dachorganisation der Volksdeutschen, über seine Zweigorganisationen in Jugoslawien seine Tätigkeit auf, ausschließlich im Sinne des Nationalsozialismus. Die Ideologie und die Lehre vom deutschen Übermenschen und Supremat fielen weithin auf fruchtbaren Boden und bewirkten, daß sich der überwiegende Teil der Volksdeutschen, ganz besonders aber die Jugend als Angehörige des Dritten Reichs empfanden und sich entsprechend verthielten.
So entwickelte sich im Königreich Jugoslawien eine zahlenmäßig große, pronazistisch orientierte Fünfte Kolonne, die im April 1941 in der vierjährigen Kampf gegen das Land eintrat, in dem ihre Anhänger geboren wurden und lebten. 40.000 jugoslawische Volksdeutsche zwischen 18 und 22 Jahren schlossen sich 1941 und 1942 freiwillig der SS an und weitere 40.000 wurden bis Ende Krieg mobilisiert. Diese Eliteformationen waren in ganz Europa berüchtigt für ihre Kriegsverbrechen. Insgesamt gehörten 90.000 männliche und weibliche Mitglieder der deutschen nationalen Minderheit aus dem ehemaligen Königreich Jugoslawien der Wehrmacht und Verbänden der Quislingstaaten auf dem Boden Jugoslawien an.
Diese Einheiten, allen voran die Waffen-SS, kämpften überall in Jugoslawien gegen die Partisanen, übten Rache und exekutierten die Zivilbevölkerung. Nur wenige Volksdeutsche gehörten der Widerstandsbewegung an oder standen auf seiten des Volksbefreiungsheeres.
Bei Kriegsende kamen die gefangenen Angehörigen der Waffen-SS und anderer Wehrmachtsverbände in Lager, eine Reiche von SS Angehörigen wurden erschossen.
Die meisten Volksdeutschen, die das Land nicht verlassen hatten, u.a. diejenigen, die an den Kriegsereignissen nicht teilgenommen hatten, z.B. ältere Menschen und Kinder, wurden bis 1948 in den etwa 80 Lagern in ganz Jugoslawien gehalten.
Die Zahl der Angehörigen der deutschen Minderheit aus dem Königreich Jugoslawien, die während des Krieges ums Leben kamen, wird auf 100.000 geschätzt. Davon sind 40.000 den Soldatentod gestorben, der Rest gilt als verschollen, kam auf der Flucht um, wurde exekutiert oder starb in Lagern an Krankheit, vor Hunger und Erschöpfung. 200.000 flüchteten Ende 1944 vor der Roten Armee und den Partisanen aus Jugoslawien.

Nach amtlichen Angaben lebten Mitte 1953 in Jugoslawien 62.000 Deutsche, die Dunkelziffer wird indes auf über 75.000 geschätzt.
Bei der Volkszählung 1981 in Jugoslawien erklärten sich 8.712 als Deutsche, 1.402 Österreicher.

Bemerkung :
Nachdruck, auch auszugweise, die fotomechanische oder digitalische Wiedergabe und Internet, beduerfen der schriftlichen Genehmigung des Authors! All copyright only by Author !

                                                                     * * *
Ein paar Kommentare und Meinungen zum  Buch:

Lieber Herrr Maričić,
Ich habe das ganze Manuskript gelesen, mit ein wenig Redaktionsinterventionen.

Excellent!
Gruess

Antun Kolendic
Belgrad 19. Oktober 1994

Dr.Antun Kolendić
Diplomat und Publizist
Ehemaliger Botschafter der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien in Graz, Sofia, Wien, Berlin und spaeter Hochbeamte Ausendienstes). In Berliner Botschaft wurde er  von Ustascha- Teroristen schwer verwundet)
(original im serbisch)
 
                                                                      * * *

Dr. Peter G. Gerlinghoff
10719 Berlin , Pariser Str.61
Tel.881…….

Lieber Herr Maricic !

Haben Sie vielen Dank fuer Ihr Schreiben. Ich moechte Ihnen noch einmal versichern, dass ich Ihre Recherchen zur Problematik der Donauschwaben sehr schaetze. Naturgemaess sind Themen der Zeitgeschichte und besonders natuerlich nationaler Konflikt ueber lange Zeit kontrovers und die Wissenschaft bricht sich nur muesam Bahn. Sie haben dazu viel beigetragen und sollten sich durch unsachliche oder parteiische Kritik nicht irre machen lassen.

Um den 26. September wird es voraussichtlich in Kragujevac ein Symposium zu den deutsch-serbischen Beziehungen geben und wuerde Sie bei dieser Gelegenheit gern persoenlich kennenlernen. Auch hoffe ich Sie bei Gelegenheit nach Deutschland einladen zu koennen.

Haben Sie nochmals vielen Dank. Ich gruesse Sie sehr herzlich.

Ihr
Peter Gerlinghoff
Berlin, 25 – 3 – 98

                                                                       * * * 

Herr Maricic,  
Sicher fragen Sie sich, warum ich Ihnen diesen Brief schreibe. Ich mache es Ihnen sofort klar. Ich möchte Ihnen für das Buch: "Volksdeutsche in Jugoslawien" sehr danken. Ich bin eine Deutsche im Jahr 1959 geboren. Das Buch bedeutet mir viel, und ich weisse, dass jeder Deutsche bei uns erworben hat  und auch dass es allen viel  bedeutet.
In Ihrem Buch, habe ich ueber  deutsche Verein "Donau" gellesen und  auch ich danke ihnen dafür. Wenn Sie möchten mir einige Fragen klären und beantworten, so senden Sie mir Ihre Telefonnummer, sodass ich Sie anrufen könnte.
Wenn Sie möchten, mir einige Fragen erklaeren und beantworten, senden Sie mir Ihre Telefonummer, dass ich Ihnen anrufen koennte. Nochmals ich danke Ihnen sehr, dass Sie dies Buch geschrieben haben und allein veroefentlich.
Viele Grüße und wünschen Ihnen alles Gute.

Vukov Lajninger Marija
Zeleznicka Ul. …..
26 334 Veliko Srediste  
Tel. 013/8.....
PS. Wenn Sie eventuell nach Vrsac kommen, möchte ich Sie bitten uns zu besuchen. Sie werden unserer liebster Gast sein.
(original in serbisch

                                                                        * * *
Deutscher Club
DK Donau
Nemacki Klub 
21000 Novi Sad, Kozara  6
Tel. / Fax: 021/368770

Sehr geehrter Herr S. Maricic

Ich bin sehr froh, dass Sie an mich gedacht und mir die Einladung für die Promotion Ihres Buches gesendet haben. Leider kam die Einladung spät am Samstag, und ich konnte Ihren Anruf nicht beantworten .

Ich danke für das  Buch, das Sie mir über das deutsche Botschaft gesendet haben. Eine kleine Bemerkung und ein Hinweis, darüber was ich in der ersten Lesung bemerkte. Es war nicht notwendig, meiner Meinung nach ,  zu betonen, dass "die deutsche nationale Minderheit in diesem Gebeiet (Ex-Yu. - Bemerkung d..aut.) heute praktisch nicht mehr egsistiert. Das ist für uns aus mehreren Aspekten eine schlechte Konstation.  Später werden wir uns sehen und noch diskutieren, wenn ich eine Gelegenheit zu Erklärung den obigen Aussagen und anderen Bemerkungen haben werde. Das Buch ist sonst auf den ersten Blick beeindrückend, mit vielen neuen Daten und ganz in anderer Richtung als bisherige änliche Literatur. Unsere Club-Mitglieder sind sehr interessiert Ihr Buch zu kaufen, und unserer Verein solte 3 - 5 Stück für die Bibliothek haben. So bitte ich Sie in diesem Zusammenhang  uns ein Angebot zu senden.
Ich danke Ihnen im Voraus und begrüsse Sie herzlich nochmal.

Andreas Buergermayer
Präsident DK Donau
Novi Sad 20. 07. 1995

(original im serbisch

                                                                        * * *
S. Maricic
R. Koraca 4
11000 Belgrad

Sehr geehrte Herr Maricic
Nach Lesung der Anzeige in der Wochenzeitung :“Vrsacki Breg“ nach einem kurzen Ueberlegung  ich bin zu der Entscheidung  über die Bestellung des Buches „Folksdojceri u Jugoslaviji“ gekommen. Meine persönliche Meinung ist, dass es keine Notwendigkeit war, den Untertitel "Nachbarn,  Henker,  Opfer" im Buch setzen , weil wir wissen, dass die meisten Donauschwaben unschuldig waren und ohne jede Beweisse leidenden nach dem Zweiten Weltkrieg. Meine Familie hat ein Viertel von ihnen verloren, und das Glück war dass  wenigen am Leben geblieben sind. Aber dies alles jetzt nicht so wichtig ist, doch ist es sehr wichtig dass mann heutzutage darüber darf zu sprechen. Besoders  dass die Schwaben aus Banat viel  Leistungen fuer das damaligen Staat in dem sie lebten gegeben haben. Ich bestelle eine Kopie Ihres Buches. Mit freundlichen Grüßen und große Anerkennung für ihren Mut.

Vielen Dank im Voraus
Nenad Kiss,
Ritska Strasse XXX
26300 Vrsac
19.6.1996
(original im serbisch)

                                                                        * * *


IFS  Informationsdienst Frieden un Solidaritaet
10667 Berlin, Postfach 1550
( www.glasnost. de/ifs/ ische Ausgabe Nr. 6 (April 1997)
Deutsch-Serbische Begegnung / Nemačko-srpski susret
Gemeinsames Zeitschriftenprojekt „ Koraci-Schritte“ Kragujevac/Berlin

Nr. 6. Auszug :

Darstellungen ueber Studie von Slobodan Maricic: “Volksdeutschen in Jugoslawien„   („Nachbarn, Moerder, Opfer“ ) Belgrad 1995, Sammelband „ Serben ueber Deutsche“ und ......

...................................... Studie von Slobodan Maricic traegt den provozierenden Titel : „Die Volksdeutschen in Jugoslavien „ -  „Nachbarn - Moerder -Opfer „ Belgrad 1995 und versucht ebenfals Tabus zu brechen und die plumpe Indoktrination in einer bestimmten Art von Geschichtsbetrachtung zu ueberwinden. So erhaelt der Leser grundlegende Informationen ueber die Entstehung und soziale Struktur der deutschen Violksgrupe, ueber ihre Stellung im Koenigreich Jugoslawien, die Auswirkung der nationalsozialistischen Volksums- und Aussenpolitik nach 1933 und schliesslich die Einbeziehung der Donauschwaben in die faschistischen Herrschaftsapparate raehrend des Krieges. Hier begegnen noch einmal die Untaten der SS-Division Prinz Eugen und anderer Formationen, in denen Volksdeutsche an furchbaren Verbrechen beteiligt waren. Auf diesem Hintergrund kann Maricic dann jedoch auch die Rache an den Volksdeutschen nach dem Kriege in ihrem schlimmen Ausnass darestelle. Wir haben hier vermutlich die erste serbische Darstellung der Internierungslager, in denen nach 1944 ein Teil der donauschwaebische Bevoelkerung (besonders Alte, Frauen und Kinder , so Maricic)  unkam, fuer andere waren sie ein Martyrium vor der endgueltigen Vertreibung.

Maricic stellt die grossen Linien dar, im Detail laest sich vieles kritisieren. So sieht er die Minderheitsrechte allein schon durch die Pariser Vorortvertraege voll gewaehrleistet. Hier bieten die Untersuchungen von Goran Nikolic und Zoran Ziletic ueber den Kulturbund und die deutschen Parteien in Jugoslawien ein wesentlich differenzuertes Bild. Merkwuerdig  beruehrt auch, dass der ansonsten sachkundige Autor die sogenante „ gotische Schrift ( Fraktur ) offensichtlich fuer besonders nazistisch haelt und sie im Titel verwendet, zusammen mit einem nacionalsozialistischen Propagandaplakat, das keinnerlei Beziehung zu den Volksdeutschen aufweist.

Ich moechte aber auf einen unschaetzbaren Vorteil der Arbeit von Maricic hinweisen. Er stellt naemlich auch den Anteil der Volksdeutschen am antifaschistischen Wiederstandkampf in Jugoslawien dar. Wir erfahren die Nahmen von Volksdeutschen, die sich den Partisanen anschlossen, im Kampf bewaehrten, Traeger hoher Auszeichnungen wurden und spaeter in Jugoslawien wichtige Funktionen uebernahmen. Ihr Zahl wird mit 2000  angegeben, ein teil von ihnen ist namentlich in einer Liste erfasst. Diese Dokumentation widerlegt die These, dass den Volksdeutschen eingesichts der Zvangsrekrutierungen in der SS keine Alternative blieb. Es gab eine Alternative, aber sie verlangte offensichtlich soviel an Mut und Einsicht, wie nur von denen aufgebracht werden konnte, die sich schon frueher in der Opposition zu herrschenden Strukturen geuebt hatten.

Haetten diese Deutschen, die in den Reihen der Partisanen kaempfen, das Schicksal ihrer Volksgenossen nicht zum besseren wenden koennen ?  Wie staenden sie zu den Internierungslagern und der Ausweisung ?  Diese Fragen harren noch der Beantwortung. Es scheint so, dass man ihnen ihren Einsatz spaeter nicht gelohnt hat. Fuer viele wurde der deutsche Name im Nachkriegsjugoslawien eine Belastung, mancher waehlte einen neuen und verzichtete darauf, sich in Volksdeutscher zu bekennen. Die Tragik von Minderheiten hat viele Gesichter.

Die Erkenntnisse von Maricic werden ergaenzt durch Augenzeugenberichte, dass volksdeutsche – meist kommunistischer oder sozialdemokratischer Orientierung – von Anfang an zu den befreinugskraeften gehoerten, in allen Formationen mitwirkten, also nicht nur im Thaelmann-Bataillion, das aus Gruenden der politischen Optik zeitweise eine besondere Publizitaet gewann. Darueberhinaus erfahren wir auch von Deutschen wie dem Gefreiten Josef Schulz aus Wuppertal, der siich 1941 in Smederevska Palanka weigerte, an einer Erschiessung von Geiseln teilzunehmen und dafuer selber mit dem Tode bestraft wurde. Dies nur ein Fall, der schon frueher sorgfaeltig recherchiert werden konnte. ...............

Dr. Peter  Gerlinghoff     
                                                                   

                                                                          * * *


Dr.Peter G. Gerlinghoff
Pariser Str.6..
10719 Berlin
Tel/Fax : 030/8836...

 Sehr geehrte Herr Dr.Gerlinghoff,                                                        Belgrad 22.03.97         

Ich frohe mich sehr dass wir im Kontakt gekommen sind. Ich muss ehrlich sagen, das ist mein erste neue Kontak mit jemandem aus Deutschland nach Erscheinung meines Buches. Es gibt einige Gruende dafuer.

Zuerst ich war sehr enttaeuscht mit Teaktion hier im Serbien und auch aus Deutschland, obwohl ich beste Absichten hatte, was ich schon im Vorwort gesagt habe. Noch einigemal habe ich im Interview im verschiedene oppositionelle Zeitungen wiederholt Notwendigkeit fuer Zusammenarbeit mit den Deutschen, die Serben nicht nur als die Feinde sehen. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch meine Motive und Standpunkte ueber „ Folksdeutschern-Frage“ dargelegt. Im Grunde habe ich gesagt, dass heute Journalisten bearbeiten diese Aufgabe, welche jugoslawische Historiker schon frueher gesollt haben.

Leider 50 Jahren unsere Historiker haben nur ueber „ schlechte Deutschen“ geschrieben, und jetzt kann man schwer diese Standpunkt im Grunde wechseln.

Wie ist Ihnen, glaube ich, schon bekannt, ich bin im Jahre 1944 im Belgrad geboren, Jurist von Beruf, habe ich auch Philosophie studiert. Ueber 20 Jahre bin ich ausser Haupt-Job, auch als Journalist taetig. Im Deutschland war ich v.1981 – 1992 als Angestellte bei eine slowenische Bankteraesentanz. Ueber Thema habe ich zuerst einige Artikel ueber Schicksal jugoslawische Schwaben nach dem Krieg geschrieben. Wenn meine Dokumentation und Buchersamlung genug gross geworden ist, habe ich Entscheidung ein Buch zu schreiben getroffen. Ich versuchte eine komplette Geschichte ueber bisherige Tabuthema, grausame Schicksal Volksdeutschen vorstellen, aber auch grausame Kriegereignisse wo bedeutende Zahl Volksdeutscher beteiligt war. Ueber einige Tatsachen habe ich als erste im jugoslawische Oeffentlichkeit geschrieben und geschprochen. Leider im Buch habe ich, einige Verssaeumnisse unabsichtlich gemacht, welche vielleicht ein Historiker duerfte nicht machen.

Aber ich betonte immer, ich bin aber Journalist – Publizist ohne wissenschaftliche Erfahrung, aber auch Praetension und meine Bewegunggrunde waren menschliche im Sinne Gerechtigkeit und Versoehung, ausser professionelle journalistische.

Bisjetzige Kritiker meines Buches meistens sehen „ meine schlechte Absichten“ schon bei Titelseite. Ich stimme zu, dass Titelseite-Entwurf vieleicht ein ein Fehler ist, aber frage ich mich und andere, gibte es ausser Titelseite und unabsichtliche geographische oder linguistische Versaeumnisse, etwas was korrekt und wert ist ?  Natuerlich gibt es auch Meinungsverschidenkeit ueber gleichen Frage. Wir muessten also nur Tatsachen betrachten, und suchen gemeinsame Wege die gehen im Richtung Verstaendnis. Es ist auch laecherlich mir werfen, das ich ein Regime-man bin.

Mein Forschungsarbeit auch Buch habe ich allein finanziert, schon Jahrelang ohne irgendwelche politische Aktivitaeten und asser irgenwelche Interessengruppe im Serbien. Man koennte sagen, ich bin Einzelgaenger.

Aber einige Briiefe mit schoene Worten und Dankbarkeit von Menschen (Volksdeutschern und Serben) die haben meine Buch gelesen, bringen mir Mut und Bewegungskraft weiter forschen und arbeiten.

Lieber Herr Dr. Gerlinghoff, ich bin bereit feur Zusammenarbeit ohne Vorurteile und moechte gerne helfen im eueren Aktivitaeten. Ich bin auch bereit fuer jede Treffen und Kontakte mit Personen, die das Welt sehen aenliches. Im Herbst, hoffe ich, wird zweite Ausgabe meines Buches fertig sein. Das wird Gelegeheit sein, einige Punkte im Buch erlaeutern . Meiner Deutschkentnnise ist leider begrenzt, aber glaube das Sie haben mich ganz richtig verstanden.

Mit freundlichen Gruessen
Slobodan Maričić

/Ende/ 



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