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ATOMKRAFTWERKE LAUT STUDIE DURCH TRAGBARE WAFFEN GEFÄHRDET


15.09.2010, Berlin

Laut einer Greenpeace-Studie sind die deutschen Kernkraftwerke nicht nur durch Flugzeugabstürze bedroht

Die deutschen Atomkraftwerke sind nach einer Studie der Umweltorganisation Greenpeace nicht nur durch gezielte Flugzeugabstürze, sondern auch durch Terroranschläge mit panzerbrechenden Waffen gefährdet. Beim Beschuss mit sehr durchschlagskräftigen tragbaren Waffensystemen könnte es zu einer Kernschmelze und einer Verstrahlung der Umgebung binnen weniger Stunden kommen, erklärte die Organisation.

Bis zu einem Drittel der Fläche Deutschlands könnte in einem solchen Fall kontaminiert werden. Greenpeace forderte, die sieben ältesten deutschen Meiler sowie das nach Pannen stillstehende AKW Krümmel sofort abzuschalten. Die restlichen Atomkraftwerke sollten bis 2015 endgültig stillgelegt werden.

"Es ist unverantwortlich, die alten und besonders gefährdeten Atomkraftwerke weiter laufen zu lassen. Sie sind nukleare Minen, die jederzeit zünden können", sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. "Das Risiko durch Terrorangriffe ist Bundeskriminalamt und Aufsichtsbehörden lange bekannt. Es wird jedoch von der schwarz-gelben Bundesregierung vorsätzlich ignoriert."

Das Bundeskriminalamt wollte sich nicht zu der Studie oder der Gefährdung von Atommeilern äußern. Auch vom Bundesinnenministerium und von dem für Reaktorsicherheit zuständigen Umweltministerium gab es zunächst keine Stellungnahme.

Tests mit russischer Waffe

Greenpeace hatte die Studie anhand einer speziellen panzerbrechenden Waffe erarbeiten lassen, der russischen Panzerabwehrlenkwaffe AT-14 Kornet-E. Sie ist den Angaben zufolge seit 1994 auf dem Markt. Mit der Waffe können von einem Stativ aus sogenannte thermobarische Gefechtsköpfe abgeschossen werden, die große Hitze und Sprengkraft entwickeln, wie Gutachterin Oda Becker sagte.

Damit seien bis zu ein Meter Stahl und bis zu drei Meter Stahlbeton zu durchschlagen. Die Betonhülle sei bei älteren deutschen Atomkraftwerken jedoch nur 60 Zentimeter bis einen Meter dick, bei neueren 1,80 bis zwei Meter. Ältere Meiler seien auch deshalb besonders gefährdet, weil Störfälle dort insgesamt schlechter beherrschbar seien, sagte Becker.

Einen "Kernschmelzeunfall" könnten Terroristen verursachen, wenn von mehreren solcher Systeme mehrere Geschosse auf einen Reaktor abgefeuert würden, fügte sie an. Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital meinte: "Es steht vollkommen außer Zweifel, dass sich jeder Reaktor in Deutschland mit Zielwaffen zerstören lässt."

Offen blieb, ob Terroristen wirklich an diese Systeme herankommen oder bereits über sie verfügen. Becker bezog sich auf Aussagen eines Waffenexperten, wonach es Kriminellen möglich sei, panzerbrechende Waffen zu beschaffen. "In der westlichen Welt wird das, was Terroristen haben, können oder wissen, dramatisch unterschätzt", zitierte Becker den Experten.

Auch Schutz gegen Flugzeugabstürze nicht ausreichend

Eine ausführliche Debatte über mögliche Angriffe von Terroristen auf Atomkraftwerke hatte es bereits nach den Flugzeugangriffen auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 gegeben. Gutachter hatten damals erklärt, zumindest die älteren deutschen Kernkraftwerke seien gegen den gezielten Aufprall eines Verkehrsflugzeugs nicht geschützt.

Zuletzt hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) erklärt, die Reaktoren müssten einem Aufprall eines Airbus 320 standhalten und entsprechend nachgerüstet werden. Greenpeace-Experte Smital kritisierte, dass Röttgen dies beim Beschluss der Regierung zur Laufzeitverlängerung aber nicht habe durchsetzen können.

Entsprechend des Vertrages mit den Energiekonzernen werden die Ausgaben der Unternehmen pro Atommeiler bei 500 Millionen Euro pro Kraftwerk gedeckelt. Kosten, die diese Grenze überschreiten, werden von den Ausgaben für den Öko-Energiefonds abgezogen.



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